DIY mit Leder – Tipps & Infos
Kreatives Arbeiten mit Leder kann so einfach sein
Leder ist ein großartiges Material, das vor allem durch seinen eigenen Charakter, Geruch und Beschaffenheit überzeugt. Es fühlt sich hochwertig an, riecht unverwechselbar und ist äußerst langlebig. Und mit der Zeit wird es sogar schöner und entwickelt eine eigene Optik. Leder wird seit jeher eingesetzt, um verschiedenste Erzeugnisse zu schaffen. Dabei reicht die Palette von praktischen Alltagsgegenständen bis hin zu dekorativen oder modischen Unikaten. Gängige Lederprodukte wie Gürtel, Taschen, Geldbörsen, Armbänder, Etuis, Hüte, Jacken oder Schuhe sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Auch im DIY-Bereich ist Leder mittlerweile ein sehr beliebtes Bastelmaterial, weil es sich grundlegend von anderen Materialien unterscheidet. Durch die Wertigkeit entstehen beim kreativen Basteln oft langlebige Unikate. In unser Rubrik Basteln mit Leder haben wir mit dem Material schon ein paar kleinere Projekte ausprobiert.
Das Verarbeiten von Leder ist ein wahres Handwerk mit vielen Techniken und Möglichkeiten, das in gewisser Weise auch Erfahrung voraussetzt. Trotzdem ist es auch nicht zu schwierig kleine Projekte und Ideen umzusetzen. Übung macht den Meister ist die Devise … auch bei der Lederverarbeitung. Mit etwas Geduld und vor allem mit dem richtigen Werkzeug bekommt man auch ohne viel Erfahrung schon beeindruckende Ergebnisse. In diesem Beitrag möchten wir euch einerseits das Material vorstellen und auch wichtige Infos zum Werkzeug und der Bearbeitung geben. Mit dieser Lektüre könnt ihr dann in euer erstes eigenes Leder-Projekt starten.
Leder ist ein Naturmaterial
Das Leder ist grundsätzlich ein Naturprodukt, denn es wird aus Tierhäuten gewonnen. Diese müssen gereinigt und konserviert werden. Anschließend werden die Häute gegerbt und dadurch haltbar gemacht. Nach dem Trocknen wird es noch veredelt und für den jeweiligen Bedarfsfall bearbeitet … je nach Einsatzzweck und gewünschten Look. Dabei unterscheidet man verschiedene Varianten. Grob könnte man – in Bezug auf das Basteln – in Echtleder, Spaltleder und Kunstleder einteilen.
- Echtleder: Es ist vor allem pflanzlich gegerbtes Leder empfehlenswert, da es sehr formstabil und leicht zu verarbeiten ist. Für die meisten Bastelprojekte ist eine Stärke von 1,5 bis 3 mm ideal.
- Spaltleder: Dabei handelt es sich um die untere Schicht der Haut. Es ist günstiger, aber auch weniger robust und daher für Anfänger auch schwieriger zu verarbeiten.
- Kunstleder: Es ist eine „vegane“ Alternative zu echtem Leder. Es verhält sich in der Verarbeitung aber etwas anders als Echtleder und ist zudem weniger langlebig.
Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Wahl des richtigen Leders sicher vom Projekt und dem gewünschten Ergebnis abhängt. Ein dünneres Leder ist leichter zu verarbeiten, wenn es zum Beispiel um Etuis oder ähnliches geht. Ein Gürtel setzt dann aber ein gewisse Stärke voraus. Unser Tipp ist, dass man sich zu Beginn Lederreste anschafft. Das ist ideal zum Starten und man hat die Möglichkeit verschiedene Qualitäten und Stärke kennenzulernen. Beim Üben findet man schnell heraus, welche Ledervariante man vorzugsweise verarbeiten will.
Perfekt für DIY-Projekte
Nicht umsonst ist Leder bei Handarbeitern so beliebt. Das Material hat viele Vorteile. Die Langlebigkeit ist der größte Pluspunkt und auch kleine Gebrauchsspuren sorgen nicht für Abnutzung sondern verleihen dem Einzelstück Charakter. Leder ist auch vielseitig bearbeitbar, denn es kann geschnitten, genäht, geprägt, gefärbt, geklebt und auch geformt werden. Der Kreativität sind schier keine Grenzen gesetzt. Das ist die besten Voraussetzungen für kreative BastlerInnen.
- langlebig & reparierbar
- vielseitig formbar
- zeitloses Design
- natürliche Patina statt Abnutzung
- schon kleine Projekte wirken hochwertig
Mit dem richtigen Werkzeug geht’s dem Material ans Leder
Es muss keine voll ausgestattete Werkstatt sein, um mit einem Leder-Projekt zu starten. Der Einstieg ist eigentlich niederschwellig und schon mit wenigen Werkzeugen lassen sich viele Dinge umsetzen – vom minimalistischen Schlüsselanhänger bis zur genähten Tasche. Eine gute Auswahl von Werkzeugen haben wir zum Beispiel bei Klever Leder Werkzeuge entdeckt. Für den Anfang würden wir folgende Must-haves sehen. Mit diesen Tools kann man dann gut und komfortabel arbeiten.
- Schneidunterlage: Als Schutz für den Tisch ist eine gute Unterlage sehr praktisch.
- Cutter oder Ledermesser: Mit diesem scharfen Utensilien gelingt ein sauberer Schnitt beim Leder.
- Metalllineal: Um exakt und gerade zu arbeiten, ist ein robustes Lineal wichtig.
- Lochzange, Locheisen oder Lederlocher: Um gleichmäßige Löcher für Nähte zu machen, bietet sich dieses Werkzeug an.
- Ahle (Stechwerkzeug): Mit der Ahle kann man Markierungen setzen und Löcher vorbereiten.
Als Nice-to-have würden wir noch einen Gummihammer, einen Kantenzieher und einen Lederkleber einstufen. Das ist auch schon das Wichtigste, um mit dem Leder-DIY-Projekt zu starten. Freilich gibt es noch eine Vielzahl von Spezialwerkzeugen wie Stanzen, Markier-, Kanten- und Schneidwerkzeuge bis hin zu schweren Maschinen.
Die Verarbeitung von Leder
Die korrekte Verarbeitung des Materials folgt einem Muster. Es startet immer mit dem Zuschneiden. Den gewünschten Zuschnitt sollte man für das beste Ergebnis langsam und präzise ausschneiden. Beim sogenannten Markieren definiert man danach die Position der Löcher in möglichst gleichmäßigen Abständen. Anschließend kommt schon das Nähen, wofür es verschiedenen Techniken gibt. Als nächsten Schritt folgt die Bearbeitung der Kanten. Diese werden geglättet und abgerundet, denn das macht optisch enorm viel aus. Beim Veredeln geht es dann ums prägen, polieren und personalisieren, damit das Projekt eine eigene Handschrift bekommt.
Wenn man sich Zeit nimmt und sich mit dem Material vertraut macht, kann man schon zu Beginn tolle Ergebnisse bekommen. Häufige Einsteigerfehler kann man mit etwas Disziplin auch leicht vermeiden. Folgende Handlungsempfehlungen sind hilfreich!
- Verwende kein dickes Leder!
- Setze kein stumpfes Werkzeug ein!
- Sei gut vorbereitet und erstelle Muster!
- Nimm dir Zeit für diese Arbeit!
Zu Beginn der „Leder-Verarbeiter-Karriere“ empfiehlt es sich an einem kleinen Projekt zu versuchen. Schlüsselanhänger, Kabelhalter, Armbänder oder Etuis sind perfekte Kreativ-Projekte für den Anfang. Sie sind schnell abgeschlossen und vermitteln das erste Gefühl fürs spannende Material. Wenn man die ersten schönen Ergebnisse erhält, sammelt man Selbstvertrauen und kann sich dann auf größere Projekte stürzen.
Schnell zusammengefasst: Die Lederverarbeitung ist ein traditionelles Handwerk und daher hat es auch für viele die Anmutung, dass es sehr schwierig zu bearbeiten ist. Es ist aber kein Hexenwerk und tatsächlich ist es deutlich einfacher, als gedacht. Mit dem richtigen Werkzeug, etwas Geduld und nicht zu hoch gesteckten Zielen, kann man schnell beeindruckende Ergebnisse schaffen. Die Übung sowie die Freude zum Handwerk sind die Quintessenz für den Erfolg und wer einmal sein erstes selbstgemachtes wertiges Lederstück in Händen hält, wird auf jeden Fall begeistert und gleichzeitig motiviert sein.
*Werbung: Dieser Beitrag enthält Werbung. Der Inhalt und meine Meinung wurden dadurch nicht beeinflusst.









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